Der Bundesverband Trans

Auf der Social Media-Plattform Bluesky teilte die Trans-Aktivistin, die öffentlich als „Dr. Tuuli Reiss“ in Erscheinung tritt, mit:

„Ja, meine Position ist, dass der Mord an unverantwortlich reichen Menschen nicht nur ethisch vertretbar, sondern nachgerade geboten ist. Sie vorher zu foltern ist m.E. ethisch nicht notwendig, aber vollkommen in Ordnung.“

Zuerst gemeldet hatte den Fall die Junge Freiheit. Zahlreiche weitere Medien griffen den Bericht daraufhin auf. Der Bundesverband Trans sah sich daraufhin gezwungen, sich schnellstmöglich mit einem Statement von dem Mordaufruf zu distanzieren. „Die Person“ sei seit 1. Februar 2025 nicht mehr beim Bundesverband Trans tätig. Die in sozialen Medien kursierenden Aussagen seien „nach unserem Kenntnisstand nicht während der aktiven Tätigkeit für den Verband“ veröffentlicht worden und „erfolgten ausdrücklich in privatem Rahmen“.

Und weiter: „Sämtliche Äußerungen, die unsere ehemalige*r Mitarbeiter*in über private Accounts in sozialen Medien tätigt oder getätigt hat, erfolgen nicht im Auftrag des Bundesverband Trans* e.V..“ Sie seien „nicht durch uns autorisiert“ worden und würden „in keiner Weise“ die Position oder Perspektive des Verbands darstellen.

Der Bundesverband Trans wurde allein von 2020 bis 2024 mit mindestens 2,4 Millionen Euro vom Bundesfamilienministerium gefördert. 2025 kommen noch 475.000 Euro dazu.

Auf seiner Seite „Regenbogenportal“ hatte der Bundesverband Trans vor einiger Zeit Kindern öffentlich zur Einnahme von Pubertätsblockern geraten.
2022  wurde der Fall publik. Daraufhin musste das Regenportal seine Texte ändern. Im November 2024 wurde das umstrittene Portal komplett abgeschaltet.

Der Bundesverband Trans hat an zwei umstrittenen medizinischen Leitlinien zur Behandlung zum Thema Transsexualismus aktiv mitgeschrieben: der sogenannten S2k-Leitlinie „Geschlechtsangleichende chirurgische Maßnahmen bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie“ und der AWMF-Leitlinie „Geschlechtsdysphorie und Geschlechtsinkongruenz bei Kindern und Jugendlichen“.

Erstaunlich:

„Dr. Tuuli Reiss“ war mindestens seit Mai 2023 „Gewaltschutz-Referent*in“ beim Bundesverband Trans (BVT). Das geht aus einer Pressemitteilung des BVT und aus dessen Tätigkeitsbericht 2023 hervor.

Doch parallel arbeitete Tuuli Reiss offenbar für einen Verein namens Queer-Lexikon. Dieser veröffentlichte am 12. März 2025 eine von Reiss verfasste Broschüre mit dem Titel „Neovulvina“, in der es rund um die Operation zur Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau geht. Das Werk stellt den Eingriff als sehr wünschenswert dar und behauptet einige Menschen könnten „mit einer Vulvina schöneren Sex haben als ohne“. Laut Broschüre ist Reiss zu diesem Zeitpunkt nach wie vor Fachreferent*in Gewaltschutz beim BVT – obwohl er zu diesem Zeitpunkt angeblich schon nicht mehr für den BVT tätig.Doch parallel arbeitete Tuuli Reiss offenbar für einen Verein namens Queer-Lexikon. Dieser veröffentlichte am 12. März 2025 eine von Reiss verfasste Broschüre mit dem Titel „Neovulvina“, in der es rund um die Operation zur Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau geht. Das Werk stellt den Eingriff als sehr wünschenswert dar und behauptet einige Menschen könnten „mit einer Vulvina schöneren Sex haben als ohne“. Laut Broschüre ist Reiss zu diesem Zeitpunkt nach wie vor Fachreferent*in Gewaltschutz beim BVT – obwohl er zu diesem Zeitpunkt angeblich schon nicht mehr für den BVT tätig.

Weitere Recherchen zeigen: Ebenfalls parallel zu seiner Zeit beim BVT war Tuuli Reiss „Mitarbeiter*in“ der Münchner Aids-Hilfe. Das geht aus einer Stellungnahme dieser NGO vom Mai 2024 hervor. Darin heißt es: „Im Blog transgender.watch wurde unser*e Mitarbeiter*in Dr. Tuuli Reiss trans*misogyn und trans*feindlich angegriffen. Wir, die Münchner Aids-Hilfe stellen uns hinter unsere*n Mitarbeiter*in Dr. Tuuli Reiss und verurteilen diese Angriffe, die Dr. Tuuli Reiss entgegenschlagen. Wir schätzen Dr. Tuuli Reiss auf fachlicher und persönlicher Ebene und freuen uns Dr. Tuuli Reiss als Mitarbeiter*in zu haben.“ Geschäftsführender Vorstand der Münchner Aids-Hilfe seit Januar 2021 und damit verantwortlich für deren Kommunikation ist der Journalist, PR-Berater und promovierte Theologe Tobias-Oliver Weismantel.

Auch die Münchner Aids-Hilfe wird staatlich gefördert – vom Bayerischen Gesundheitsministerium, der Landeshauptstadt München und dem Jobcenter München.

Die Münchner Aids-Hilfe bietet nicht nur Dienstleistungen rund um das Thema HIV an, sondern unterhält auch eine „Trans*Inter*Beratungsstelle“. Diese ist nicht nur Anlaufstelle für Erwachsene, sondern auch für Minderjährige. Der Blog Transgender.Watch hatte bereits im Februar 2023 darüber berichtet, dass Reiss damals Mitarbeiter der Münchner „Trans*Inter*Beratungsstelle“ In dieser Funktion leitete Reiss im Rahmen eines Fachkongresses „Sucht und Gender“ im März 2023 zwei Workshops über „trans* Kinder” und „Coming Out“. Veranstalter der Tagung: die Landeshauptstadt München, die Katholische Stiftungshochschule München, die Diakonie München und Oberbayern sowie zahlreiche weitere NGOs.

Reiss ist Germanist und promovierter Literaturwissenschaftler, der an der LMU München studiert hat. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „Kafka, Murakami und das suspendierte Dritte. Eine Semiotik des Phantastischen“ erschien 2017. Damals nannte er sich noch Tom Reiss. In den biographischen Angaben ist zu lesen: „Er forscht und schreibt zu den Themen Phantastik, Computerspiele, Migration, Gender Studies, Fanforschung und Semiotik“.